Vereinswappen Partysanen-Schriftzug Kegel
 

PGB - Das Partysanengesetzbuch

Hier findet ihr die Satzung des Vereins. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Paragraphen und erleichtert die Navigation. Ein Klick auf einen beliebigen Paragraphentitel im Gesetzestext führt zurück zu dieser Tabelle. Das PGB gibt es auch als PDF: PGB herunterladen

§ 1 [Name der Gemeinschaft] § 17 [Neue Mitglieder] § 34 [Klingel]
§ 2 [Präambel] § 18 [Erneuter Antrag auf Mitgliedschaft nach Ablehnung] § 35 [Verknotete Seile]
§ 3 [Amtssprache] § 19 [Austritt] § 36 [Verlorenes Spiel]
§ 4 [Bündnisfall] § 20 [Rausschmiss] § 37 [Einsatz]
§ 5 [Wesen und Zweck des Vereins] § 21 [Gastkegler] § 38 [Langsame Kugel]
§ 6 [Machtstruktur des Vereins] § 22 [Ehrenmitgliedschaft] § 39 [Ereignis]
§ 7 [Veranstaltungsvorsitz] § 23 [ruhende Mitgliedschaft] § 40 [Kegelbilder]
§ 8 [Wahlen] § 24 [Grundgebühr] § 41 [seltene Kegelbilder]
§ 9 [Veranstaltungsorte] § 25 [Bußgelder] § 42 [Schnapszahlen]
§ 10 [Fernbleiben von Veranstaltungen] § 26 [Wahlen in den Vorstand] § 43 [Spiel nicht verstanden]
§ 11 [Verspätungen] § 27 [Besondere Anlässe] § 44 [Blödheit]
§ 12 [Frauen auf der Kegelbahn] § 28 [Besondere Veranstaltungen] § 45 [Lustwurf]
§ 13 [Kleidungsordnung] § 29 [Rückerstattung] § 46 [Schwangerschaftskegeln]
§ 14 [Beschlussfähigkeit] § 30 [Bankverbindung] § 47 [Tadel]
§ 15 [Anträge] § 31 [Betreten der Kegelbahn] § 48 [Zeitungsartikel]
§ 32 [Pumpe] § 49 [Clubmeisterschaft]
§ 16 [Ausnahmen] § 33 [Kugel aus der Bahn] § 50 [Dorfmeisterschaften]

 

Titel 1: Allgemeines

§ 1 [Name der Gemeinschaft]

Der Name der Gemeinschaft lautet Kegelclub / Strammtisch "Die Partysanen", n.e.V. 1999 Steinhausen.

§ 2 [Präambel]

Die Würde des Partysanen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung eines jeden Mitglieds.

§ 3 [Amtssprache]

Die Amtssprache ist Deutsch.

§ 4 [Bündnisfall]

Ein Angriff gegen einen oder mehrere der Kegelbrüder wird als Angriff gegen alle angesehen. Im Falle eines solchen Angriffs leistet jeder Kegelbruder in Ausübung des nach Bürgerlichem Gesetzbuch anerkannten Rechtes auf Selbstverteidigung dem anderen Beistand, indem er für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Kegelbrüdern diejenigen Maßnahmen trifft, die er für erforderlich hält, den Konflikt beizulegen und zu lösen.

§ 5 [Wesen und Zweck des Vereins]

Die rechtliche Form des Vereins nach BGB ist der nicht rechtsfähige Verein. Die grundsätzliche Bestimmung des Vereins ist, dafür zu sorgen, dass die Mitglieder bei regelmäßigen oder unregelmäßigen Veranstaltungen glücklicher und betrunkener den entsprechenden Austragungsort verlassen, als sie ihn betreten haben.

§ 6 [Machtstruktur des Vereins]

Die Spitze des Vereins bildet die Kegelmutti. Ihre Aufgaben sind die Durchsetzung der an dieser Stelle niedergeschriebenen Gesetze nach bestem Wissen und Gewissen und die Repräsentation des Vereins in der öffentlichkeit. In Abwesenheit wird die Kegelmutti durch die stellvertretende Kegelmutti ersetzt, welche dann mit den gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet ist. Die stellvertretende Kegelmutti nimmt zudem die Funktion des Vergnügungswartes wahr, dessen Aufgabenfeld die Getränkebeschaffung und die Planung außerordentlicher Vorhaben umfasst.
Weiteres Mitglied des Vorstandes ist der Kassierer, welcher die finanziellen Interessen des Vereins vertritt.
Als Beisitzer des Vorstands wird jährlich ein Chronist ernannt, der die Veranstaltungen und herausragenden Ereignisse des Geschäftsjahres in einer Chronik zu erwähnen hat.
Ein Kassenprüfer, der sowohl die Finanzlage des Vereins als auch die Aufzeichnungen des Kassenwartes zu prüfen hat, wird kurz vor der Jahreshauptversammlung ernannt. Ihm obliegt es ebenfalls, bei der Versammlung die Entlastung des Vorstandes zu beantragen.

§ 7 [Veranstaltungsvorsitz]

Den Vorsitz einer offiziellen Veranstaltung hat stets das ranghöchste Vorstandsmitglied inne. Bei Nichtpräsenz eines Vorstandsmitglieds oder bei Gleichrangigkeit zweier Vorstandsmitglieder entscheidet das Dienstalter im Kegelclub, bei gleichem Dienstalter das Lebensalter über den Veranstaltungsvorsitz.

§ 8 [Wahlen]

Bei der Jahreshauptversammlung, stattfindend jeweils am Anfang des neuen Jahres, werden die Vorstandsmitglieder durch geheime Wahl neu bestellt. Dazu ist die einfache Mehrheit ausreichend.
Wahlberechtigt ist jedes ordentliche Mitglied.

§ 9 [Veranstaltungsorte]

Das Kegeln findet vom 12. Mai 2007 an regelmäßig alle vier Wochen in der Gaststätte Lenniger, Marienstr. 49 in Steinhausen von 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr statt.
Der Strammtisch findet jeden Mittwoch um 20.00 Uhr in der Gaststätte Zunftstube, Eringerfelder Str. 8 in Steinhausen statt.
Etwaige änderungen werden jedem Mitglied kurz-, mittel-, oder langfristig telefonisch oder schriftlich mitgeteilt.

§ 10 [Fernbleiben von Veranstaltungen]

Eine Nichtteilnahme oder Verspätung bei offiziellen Veranstaltungen muss bis zum Beginn der Veranstaltung angezeigt werden. Geschieht dieses nicht, so hat das fehlenden Mitglied eine Strafgebühr von 10 €, sowie die durchschnittliche Summe aller sonstigen erzielten Strafgelder (Pumpen, Klingel, etc.) in die Kegelkasse zu entrichten. Meldet sich ein Kegelbruder im Vorfeld einer Kegelveranstaltung ab, erscheint dann aber doch pünktlich zur Veranstaltung, so liegt unentschuldigte Anwesenheit vor. Diese Verwerflichkeit wird mit einer Zahlung von 5,- € bestraft. Ein ordentlich entschuldigter Kegelbruder hat zur gerechteren Zahlungsverteilung den Durchschnitt aller erzielten Strafgelder zu zahlen.

§ 11 [Verspätungen]

Trifft ein Kegelbruder unangemeldet bis zu 15 Minuten nach dem regelmäßigen Beginn der Veranstaltung ein, so hat er vor allen anwesenden Kegelbrüdern eine Runde Lang auszugeben. Trifft er hingegen unangemeldet mehr als 15 Minuten nach dem regelmäßigen Beginn der Veranstaltung ein, so hat er vor allen anwesenden Kegelbrüdern eine Runde Kurz-Lang auszugeben.

§ 12 [Frauen auf der Kegelbahn]

Frauen, abgesehen von Kellnerinnen, Nummerngirls oder Gastkeglerinnen, sind bei den Kegelveranstaltungen nicht erwünscht. Bei Widersetzung erhebt der Vorstand gegenüber dem Mitglied, welches für das Auftreten der Frau verantwortlich ist, eine Erkenntlichkeit von einer Runde Lang.

§ 13 [Kleidungsordnung]

Bei Kegelveranstaltungen sind das offizielle schwarze Oberteil der Gemeinschaft, ausgeprägt als T-Shirt oder Hemd, sowie saubere Turnschuhe zu tragen.
Die Kegeluniform darf auch außerhalb von ordentlichen Kegelveranstaltungen getragen werden, sofern sie von mindestens einem weiteren Kegelbruder getragen wird.
Ansonsten ist von einem Tragen der Uniform Abstand zu nehmen, was insbesondere bedeutet, sie nicht nur anzuziehen, weil gerade kein anderes sauberes Kleidungsstück verfügbar ist.
Hält sich ein Kegelbruder nicht an die Normen der Kleiderordnung, so hat dieser eine Strafzahlung von 5,- € in die Kegelkasse zu entrichten.

§ 14 [Beschlussfähigkeit]

Die für alle Entscheidungen notwendige Beschlussfähigkeit ist hergestellt, sobald drei Viertel aller aktiven Mitglieder an der Entscheidung teilnehmen. Das Ergebnis der Entscheidung ist allen aktiven und passiven Mitgliedern unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Jedes nicht anwesende Mitglied hat dabei das Recht, ein Veto einzulegen. Eine erneute Entscheidung mit Teilnahme aller Mitglieder hat zu erfolgen.

§ 15 [Anträge]

Sämtliche Anträge haben formlos bei der Kegelmutti oder ihrem Stellvertreter zu erfolgen.

§ 16 [Ausnahmen]

Ausnahmen, die das geltende Gesetz für einzelne Personen oder Ereignisse ausschließen, sind möglich. Hierzu bedarf es der Einstimmigkeit des Vorstands. Eine schriftliche Erwähnung ist dagegen nicht nötig.

Titel 2: Mitglieder

§ 17 [Neue Mitglieder]

Jeder Mann, der zur Gemeinschaft zu gehören beabsichtigt, hat seinen Wunsch dem Vorstand vorzubringen. Zuerst ist für den Anwärter ein Gastkegeln vorgesehen, in dessen Folgezeit vor der nächsten Kegelveranstaltung von allen anwesenden ordentlichen Mitgliedern bei einem Strammtisch zu entscheiden ist, ob dem Gastkegler das Probekegeln gestattet wird. Die Abstimmung erfolgt per Handzeichen und ist dann erfolgreich, wenn keine Nein-Stimme vorhanden ist.
Der Anwärter hat bei den folgenden Kegelveranstaltungen dreimal zum Probekegeln zu erscheinen und unterliegt als Partysanenanwärter den gleichen Maßregelungen wie alle ordentlichen Mitglieder, abgesehen von der Tatsache, dass er keinen monatlichen Grundbeitrag in die Kegelkasse entrichten muss.
Nach dem dritten Probekegeln entscheiden alle ordentlichen Mitglieder in geheimer Wahl über die Aufnahme des Probekeglers. Zur erfolgreichen Aufnahme darf keine Nein-Stimme vorliegen. Ferner darf sich maximal 1/3 der Mitglieder seiner Stimmen enthalten.
Nach erfolgreicher und gültiger Wahl zählt der Anwärter als ordentliches Mitglied. Ferner hat er allen anderen anwesenden ordentlichen Mitgliedern eine Runde Lang auszugeben.

§ 18 [Erneuter Antrag auf Mitgliedschaft nach Ablehnung]

Jedem Anwärter, der zuvor durch das im § 15 näher erläuterte Verfahren abgelehnt wurde, ist es möglich, erneut Antrag auf Mitgliedschaft zu stellen, jedoch nicht vor Ablauf einer Frist von einem Jahr ab dem Datum der Ablehnung. Hierzu ist dem Vorstand des Kegelclubs ein Antrag zu stellen, der bei nächster Gelegenheit vor alle ordentlichen Mitglieder gebracht wird.
Es folgt ohne weiteres Probekegeln des Anwärters eine geheime Wahl über die Aufnahme. Zur erfolgreichen Aufnahme darf keine Nein-Stimme vorliegen. Ferner darf sich maximal 1/3 der Mitglieder seiner Stimme enthalten.
Nach erfolgreicher, gültiger Wahl zählt der Anwärter als ordentliches Mitglied. Ferner hat er allen anderen anwesenden ordentlichen Mitgliedern eine Runde Lang auszugeben.

§ 19 [Austritt]

Die ehrenhafte Entlassung aus der Gemeinschaft kann nur bei Eintritt des Todes erfolgen.
Stellt ein Partysane den Antrag auf Austritt aus der Gemeinschaft, so wird dem zugestimmt, und er wird mit sofortiger Wirkung unehrenhaft entlassen und von sämtlichen Veranstaltungen ausgeschlossen.
Noch ausstehende Zahlungen in die Kegelkasse sind vor Austritt unverzüglich zu begleichen.
Des Weiteren hat er vor allen anwesenden Kegelbrüdern eine Abschiedsrunde Kurz-Lang auszugeben.

§ 20 [Rausschmiss]

Wird der Antrag auf Ausschluss eines Mitglieds aus dem Kegelclub gestellt, so muss dafür ein triftiger Grund vorliegen. Zum Ausschluss reicht bei geheimer Wahl aller Mitglieder die einfache Mehrheit.
Dem Ausgeschlossenen widerfährt die gleiche Behandlung wie einem ordentlich Austretenden.

§ 21 [Gastkegler]

Gastkegler unterliegen den gleichen Maßregelungen wie alle ordentlichen Mitglieder, sind jedoch nicht verpflichtet Spielstrafen zu entrichten.
Das Gastkegeln sollte spätestens kurz vor der Kegelveranstaltung allen teilnehmenden Kegelbrüdern angezeigt werden.
Dem Gastkegeln wird zugestimmt, wenn allgemeines Einverständnis vorliegt und keine triftigen Gründe zur Ablehnung vorliegen.

§ 22 [Ehrenmitgliedschaft]

Durch mehrheitlichen Beschluss des Vorstandes ist es möglich, bestimmte Personen zu Ehrenmitgliedern zu ernennen.
Dem Ehrenmitglied ist gestattet, jederzeit an Veranstaltungen der Gemeinschaft teilzunehmen. Hierbei unterliegt es den gleichen Rechten und Pflichten wie jedes ordentliche Mitglied, jedoch wird kein monatlicher Grundbeitrag fällig.

§ 23 [ruhende Mitgliedschaft]

Liegt ein triftiger Grund vor, so kann ein Partysane beim Vorstand die ruhende (passive) Mitgliedschaft beantragen. Ein passives Mitglied braucht sich nicht von offiziellen Veranstaltungen abzumelden, unterliegt jedoch ansonsten allen Rechten und Pflichten eines ordentlichen Mitglieds. Ein ermäßigter Grundbeitrag von 2 € pro Monat ist zu zahlen.

Titel 3: Finanzielles

§ 24 [Grundgebühr]

Die Grundgebühr ist auf 7,- € pro Monat festgelegt.

§ 25 [Bußgelder]

Bußgelder werden bei entsprechendem Erfüllungstatbestand nach der gegenwärtigen Gesetzeslage geahndet.

§ 26 [Wahlen in den Vorstand]

Bei neu erfolgten Wahlen des Vorstandes hat die Kegelmutti einen Obolus von 10,- €, der Stellvertreter einen Beitrag von 7,50 € und der Kassenwart sowie der Vergnügungswart ein Scherflein von jeweils 5,- € in die Kegelkasse zu entrichten.

§ 27 [Besondere Anlässe]

Der Unkostenbeitrag zu einem Geschenk bei besonderen Anlässen an einen Partysanen (Geburtstag, Hochzeit, Kind) wird dem Umstand entsprechend bemessen.

§ 28 [Besondere Veranstaltungen]

Der Unkostenbeitrag zu außerordentlichen Veranstaltungen (Kegelfahrt, etc.) wird an einem Kegelabend besprochen und beschlossen.

§ 29 [Rückerstattung]

Es wird in keinem Fall einer Rückerstattung von bereits geleisteten Zahlungen stattgegeben.

§ 30 [Bankverbindung]

Die Bankverbindung kann beim Kassierer erfragt werden.

Titel 4: Kegeln

§ 31 [Betreten der Kegelbahn]

Das Betreten der Kegelbahn darf nur mit sauberen Turnschuhen erfolgen.
In der Regel ist nur einem einzigen Kegelbruder gestattet, die Kegelbahn zu betreten. Ausnahmen bilden die Bedienung und Instandsetzung der Anlage, so wie das Notieren aktueller Spielstände auf der Tafel.

§ 32 [Pumpe]

Stößt ein Kegelbruder seine Kugel so ab, dass sie die eigentliche Bahn verlässt und in einer der beiden Seitenrinnen (Pumpe) links oder rechts der Bahn weiterläuft, so hat dieser eine Strafgebühr von -,20 € in die Kegelkasse zu entrichten.
Grundsätzlich wird das Ergebnis eines Wurfes als Pumpe gewertet, sobald die Kugel in die Pumpe gelangt, nicht jedoch wenn die Kugel zuvor einen Kegel umgeworfen hat.

§ 33 [Kugel aus der Bahn]

Nimmt die von einem Kegelbruder abgestoßene Kugel einen derartigen Lauf, dass sie die Kegelbahn komplett verlässt, so ist eine Strafgebühr von 2,50 € in die Kegelkasse zu zahlen.

§ 34 [Klingel]

Berührt ein Kegelbruder beim Abstoß einer Kugel selbst oder durch ungünstigen Wurf mit der Kugel die am Anfang der Kegelbahn gespannte Schnur mit einer Klingel, so dass sich diese sichtbar bewegt oder ein Klingeln zu hören ist, so hat dieser eine Strafgebühr von -,50 € in die Kegelkasse zu entrichten.

§ 35 [Verknotete Seile]

Trifft eine Kugel so ungünstig die Kegel, dass sich die Seile, mit denen die Kegel aufgerichtet werden, verknoten, so ist der dafür verantwortliche Kegelbruder lediglich verpflichtet, den Wirt oder einen ausgebildeten Kegelbahnmaschinisten davon in Kenntnis zu setzen. Von einer weiteren Maßregelung wird abgesehen.

§ 36 [Verlorenes Spiel]

Verliert ein Kegelbruder eine ordentliche Spielrunde, so hat er eine Strafgebühr von -,40 € in die Kegelkasse einzuzahlen.

§ 37 [Einsatz]

Der Einsatz eines Kegelbruders hat unverzüglich nach dem Beenden des letzten Wurfes des vorherigen Keglers zu erfolgen. Ist dies nicht der Fall und es gelingt einem anderen Kegelbruder die Kugel vor dem sich an der Reihe befindenden Kegelbruder auf den Tisch zu legen, so hat dieser einen Obolus von 1,- € in die Kegelkasse zu entrichten.
Diese Regelung gilt nicht, wenn der Kegelbruder mit triftigem Grund seinen Einsatz nicht wahrnehmen kann.
Legt der Herbeigeeilte einem sich nicht an der Reihe befindlichen Kegelbruder die Kugel vor, so erfolgt die Maßreglung zu Lasten des die Kugel Bringenden.

§ 38 [Langsame Kugel]

Hat ein Kegelbruder die Kugel mit so wenig Schwung auf die Kegelbahn gestoßen, dass es einem anderen Kegelbruder gelingt, diese aufzuholen und an sich zu nehmen, so hat der sich an der Reihe befindende Kegelbruder mit einer in die Kegelkasse zu zahlenden Strafe von 1,- € belegt.
Gelingt es dem anderen Kegelbruder nicht, obwohl er schon gestartet ist, die Kugel aufzuholen, erfolgt die Bestrafung zu seinen Lasten.

§ 39 [Ereignis]

Sämtliche strafbare Ereignisse, die sich während einer Kegelveranstaltung ereignen, sind, entsprechend ihrem jeweiligen Strafmaß, unverzüglich zu begleichen, sofern sie in Naturalien bestehen. Strafgebühren und Beiträge sind eiligst, nach Möglichkeit zum Ende einer jeden Kegelveranstaltung beim Kassierer zu begleichen.

§ 40 [Kegelbilder]

Gelingt einem Kegelbruder ein Wurf, bei dem alle neun Kegel gefallen sind, so erhält dieser 1,- € Ermäßigung auf seine Strafgebühren der laufenden Kegelveranstaltung. Entsprechend sind für einen Kranz 1,50 € Ermäßigung anzurechnen.

§ 41 [seltene Kegelbilder]

Gelingt einem Kegelbruder bei einer Kegelveranstaltung einer der äußerst seltenen Würfe "König aus dem vollen Bilde" oder "8 ums Voderholz", so wird dieses Ereignis durch eine besondere Behandlung geachtet. Es hat in jedem Fall eine Anzeige in der Rubrik "Familienanzeigen" in der lokalen Presse veröffentlicht zu werden.

§ 42 [Schnapszahlen]

Erreicht ein Kegelbruder in einer Runde bei drei aufeinander folgenden Würfen die gleiche Punktzahl, so hat dieser eine Strafe von 6,- € in die Kegelkasse zu entrichten. Ferner folgt eine aus der Kegelkasse gezahlte Runde Kurz für alle anwesenden Mitglieder.

§ 43 [Spiel nicht verstanden]

Wirft ein Kegelbruder bei einem in einer Kegelveranstaltung durchgeführten Spiel die Kugel auf derart falsche oder unangemessene Weise auf die Bahn, dass der Wurf nicht zum Erfolg des Spiels führen kann, so wird dieses Spiel als nicht verstanden gewertet. Eine Maßregelung in Form einer in die Kegelkasse zu zahlenden Strafe von 1,- € ist unumgänglich.

§ 44 [Blödheit]

Ist bei einem Kegelbruder im Rahmen einer bestimmten Gegebenheit bei einer offiziellen Veranstaltung Blödheit offensichtlich, so wird eine Strafe entsprechend folgender Regelungen fällig.
Der Grad der Blödheit, eingeteilt in einfache, fortgeschrittene und außerordentliche Blödheit liegt im Ermessen der jeweilig anwesenden Kegelbrüder und bedarf der sorgfältigen Abwägung der Schwere des Lapsus, der aktuellen Situation sowie des Blutalkoholgehalts des zu Bestrafenden.
Nach Erkenntnis und Abwägung wird für einfache Blödheit eine Zahlung von -,50 €, für fortgeschrittene Blödheit eine Strafe von -,75 € und für außerordentliche Blödheit eine Genugtuung von 1,- € fällig.

§ 45 [Lustwurf]

Wirft ein Kegelbruder bei einem Kegelspiel nach dessen gemäß Spielregeln maßgeblichem Ende dennoch weiter, so liegt ein Lustwurf vor. Der für den Lustwurf zur Verantwortung gezogene Kegelbruder hat eine Sühneleistung von -,50 € in die Kegelkasse zu entrichten.

§ 46 [Schwangerschaftskegeln]

Jeder Fehler, der dem Kegler beim Schwangerschaftskegeln geschieht, wird mit einer Zahlung von -,20 € in die Kegelkasse bestraft.
Ein Wurf gilt jedoch nicht als fehlerhaft, sobald die Kugel einen Kegel umgeworfen hat.
Ferner ist ein Einholen der Kugel bei diesem Spiel nicht möglich.

§ 47 [Tadel]

Verstößt ein Kegelbruder im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung offensichtlich gegen die guten Sitten oder berührt er das Anstands- oder Schamgefühl der Gemeinschaft oder einzelner Mitglieder, so obliegt es dem Veranstaltungsvorsitzenden, gegenüber dem Verstoßenden einen Tadel auszusprechen. Zwar hat der einzelne Tadel keine direkten Konsequenzen für den Getadelten, er sollte jedoch in sich gehen und die Verwerflichkeit seines Handelns überdenken.
Wird ein Kegelbruder im Verlauf einer offiziellen Veranstaltung dreimal getadelt, müssen diese Ermahnungen als Beweis mangelnder sittlicher Reife angesehen werden. Eine Pönale von einer Runde Lang zur Verharmlosung dieses Zustands im Bewusstsein der anderen Kegelbrüder wird zudem fällig. Der Tadel gegen den Veranstaltungsvorsitzenden wird auf Antrag eines Kegelbruders in der Versammlung abgestimmt und bei einfacher Mehrheit der Stimmen der Befürworter durch den stellvertretenden Veranstaltungsvorsitzenden ausgesprochen.
Der durch den Veranstaltungsvorsitzenden getadelte Kegelbruder kann Einspruch gegen den Tadel erheben. Nach Abstimmung gegen den Tadel bei einfacher Mehrheit der anwesenden Kegelbrüder wird der Tadel unwirksam.

§ 48 [Zeitungsartikel]

Erscheint ein Kegelbruder namentlich oder mit Bild in der lokalen Presse, so hat er vor allen anwesenden Kegelbrüdern eine Runde Kurz auszugeben.

§ 49 [Clubmeisterschaft]

Bei der Jahreshauptversammlung wird der beste Kegler der Partysanen ernannt und geehrt.

Die Wertung zum Clubmeister läuft derart ab, dass jeder anwesende Kegelbruder bei jeder Kegelveranstaltung 10 Mal in die Vollen wirft. Die im Laufe eines Jahres dabei entstandenen Punkte werden durch die Anzahl der Kegelabende geteilt, an denen das Mitglied anwesend war und am Wertungskegeln teilgenommen hat. Der dadurch entstehende Schnitt ist ausschlaggebend für die Wertung. Zur Wertung zugelassen sind dabei aber nur Kegelbrüder, die bei mindestens der Hälfte aller Kegelveranstaltungen anwesend waren.
Zudem wird am Ende einer jeden Kegelveranstaltung ein Pumpenkönig, als derjenige mit den meisten geworfenen Pumpen, bestimmt. Der Pumpenkönig erhält für die Dauer bis zum nächsten Kegeln einen Pumpenkegel, der ständig am Mann zu führen ist. Kann der aktuelle Pumpenkönig im Zeitraum bis zur nächsten Kegelveranstaltung den von ihm ständig am Mann zu führenden Pumpenkegel nach Aufforderung eines Kegelbruders nicht vorzeigen, so ist diese Nachlässigkeit mit einer Runde Lang für alle anwesenden Kegelbrüder zu vergelten. Auch das unaufgeforderte Vorzeigen des Pumpenkegels unterliegt dem gleichen Strafmaß.
Fordert ein Kegelbruder einen anderen Kegelbruder zum Vorzeigen des Pumpenkegels auf, obwohl dieser nicht aktueller Pumpenkönig ist, so ist der fälschlich als Pumpenkönig bezeichnete Kegelbruder durch den Beschuldiger mit einem Glas Lang zu trösten.

§ 50 [Dorfmeisterschaften]

Im Frühjahr jeden Jahres finden die Steinhäuser Dorfmeisterschaften statt. Dabei hat jeder anwesende Kegelbruder während einer Kegelveranstaltung im Frühjahr unter den Augen zweier Beisitzer 33 Mal in die Vollen zu werfen. Für die Einzelwertung werden die drei schlechtesten Würfe abgezogen und aus den restlichen Würfen die Wertungssumme gebildet. Bei der Vereinswertung werden alle erzielten Punktzahlen addiert und anschließend durch die Anzahl der teilnehmenden Mitglieder geteilt. Der Quotient ergibt die Wertungssumme.
Die Ehrungen zur Dorfmeisterschaft finden in der Regel in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai eines jeden Jahres in der Schützenhalle Steinhausen statt. Diesem Ereignis ist wie einer gewöhnlichen Kegelveranstaltung verpflichtend beizuwohnen.

Rev. 06 - Stand 13.01.2008